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Philipp König
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35 Kinder zu Rittern geschlagen

Gruppenfoto SKV-Kinderfreizeit 2018

Auch in diesem Jahr veranstaltete die SKV Mörfelden eine Freizeit für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren. Die Kinderfreizeit fand unter dem Motto „Abenteuer im Mittelalter“ statt.

Am Freitag vor Pfingsten machten sich 35 Kinder sowie 5 Betreuer auf den Weg nach Hüddingen, um dem König Ludwig von Löwenstein im Kampf gegen seinen Feind, den schrecklichen König Wunibald, zur Seite zu stehen. Räuberbanden und „Schwarze Ritter“ durchstreiften nämlich auf Befehl des bösen Schergen Wunibald die Wälder.

Der kleine Ort Hüddingen in der Nähe von Bad Wildungen sollte für die nächsten vier Tage das Ritterausbildungslager für die jungen Knappen sein. Dort angekommen wurden zuerst die Zimmer bezogen, bevor sich die Kinder auf den Weg machten, um die Gegend zu erkunden. Neben den Pferden, Hühnern, Schweinen und dem Kaninchen, die auf dem Hof zu Hause sind, gab es auch im Wald und auf dem Gelände einiges zu sehen. Baumhäuser, ein alter Steinbruch, ein kleiner Sumpf und jede Menge Wiesen, Bäume und Abhänge wurden bereits entdeckt und sollten in den nächsten Tagen noch fleißig erkundet werden. 

Nach einer Stärkung am Lagerfeuer mussten die Jungen und Mädchen eine erste Prüfung bestehen. König Ludwig hat sich etwas ganz Besonderes ausgedacht, um die Schnelligkeit, Geschicklichkeit und das Wissen der angehenden Ritter zu testen: In zwei Teams wurde das Spiel „Schlag das Team“ gespielt. Nachdem ganz knapp ein Siegerteam ermittelt war, ging es ins Bett.

Am Samstagmorgen hatten die Kinder nach einem leckeren Frühstück die Möglichkeit, verschiedene mittelalterliche Werkstätten zu besuchen. So wurden etwa in der Schreibstube Namens- und Türschilder hergestellt, in der Gerberei wurden Goldsäcke gebastelt und in der Wegemeisterei konnte man durch ein paar Fragen den Hof und das Gelände noch etwas besser kennenlernen. Am Nachmittag stand die Ritterolympiade auf dem Programm. Dosenwerfen, Eierlauf, Sackhüpfen und Tauziehen waren einige der Spiele, welche die Knappen bewältigen mussten. Am Abend machten sich alle, bewaffnet mit einer Fackel, auf den Weg in den Wald, um nach den schwarzen Rittern zu halten. Einige der Kinder übernachteten anschließend noch am Lagerfeuer, um das Lager zu bewachen.

Der dritte Tag begann nach dem Frühstück mit einigen Bastelstationen, an denen Schwerter, Armbänder, Knüpfsterne und Specksteine gebastelt werden konnten. Am Nachmittag zogen alle gemeinsam in den Wald, um das Spiel „Capture the Flag“ zu spielen. Ein Höhepunkt in der Ausbildung eines jeden Ritters. Neben einer guten Strategie braucht es auch Teamarbeit um gewinnen zu können. Mit Einbruch der Dunkelheit begaben sich die größeren Kinder zu ihrer letzten Prüfung vor dem Ritterschlag. Sie mussten ein kleines Stück allein durch den Wald gehen und an der einen oder anderen Stelle hat sich doch noch ein schwarzer Ritter versteckt. Aber auch diese Herausforderung wurde erfolgreich gemeistert, bevor es wieder ins Bett oder ans Lagerfeuer für die letzte Nacht ging.

Am letzten Morgen gab es Stockbrot zum Frühstück. Dieses wurde mit großer Geduld über dem Lagerfeuer gebacken und anschließend mit Nutella, Honig oder Marmelade gegessen. Nach dem Aufräumen und Tasche packen kam es zum krönenden Abschluss. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie wurden die tapferen Knappen nach dem Ablegen des Gelöbnisses zu Rittern geschlagen und konnten ihre Urkunde überreicht bekommen.

Damit kehrten alle glücklich und zufrieden zurück nach Mörfelden.